Zurück aus der selbstgewählten Versenkung
Wie schön es doch sein kann, ein Buch zu haben, auf das man sich jeden Feierabend freuen kann – natürlich nur so lange, bis es ausgelesen ist ![]()
Dieses Buch also, das mich so sehr gebannt hat, ist Andreas Webers „Alles fühlt“.
Ich bin wirklich begeistert und werde es öfter lesen, auch, weil man sich ja ständig weiterentwickelt und viele neue Sichtweisen auf die Welt gewinnt. Es ist mein neues Standardwerk, auch wenn mir irgendwie ganz tief drinnen noch was fehlt. Auf jeden Fall wird es in den Urlaub mitgenommen. In den Weiten Islands wird dieses Buch eine viel innigere Wirkung haben als in einem schönen aber schnöden Wohngebiet.
Der Ansatz der „Schöpferischen Ökologie“, den Weber hier auftut, ist sehr interessant und auch irgendwie befriedigend. Und diese Erkenntnis, dass Geist/Gefühl und Materie/Körper eins und mit Allem verbunden ist, setzt sich, so Weber, nun auch langsam in der konventionellen Biologie durch, die sich bsiher ja strikt auf den Körper als „Maschine“ für den Geist festgenagelt hat.
Das Buch sollte Pflichtlektüre werden für diejenigen, die meinen, der Mensch wäre „Krone der Schöpfung“ und gespaltet in ehrenwerten Geist und unreinen da nicht perfekten Körper. Weber schiebt das „Göttliche Wort“ am Anfang aller Dinge beiseite und behauptet, die Vielfalt des Lebens und seine Evolution resultiere allein daraus, dass es SEIN will, dass Leben die Vielfalt und letztendlich das Wort, die Sprache, hervorbrachte. Alles ist eins. Der Mensch ist nicht getrennt von Natur und Umwelt, sondern mitten in ihr, und sie ist in ihm. Beide ergänzen sich, anstatt sich frontal gegenüber zu stehen.
Alles in allem eigentlich ein naturgläubiger Ansatz (wobei Weber den Aspekt „Glauben“ nicht behandelte).
Ich muss die Texte, die auch sehr philosophisch geschrieben und wunderbar mit eigenen Erfahrungen geschmückt sind, erst einmal verinnerlichen und verdauen. Dies hier ist also alles andere als eine objektive Rezension![]()
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