Norwegen 2009
Planung läuft an
Zeitraum:
15.06.-03.07.09
(inkl. dänisch-deutsche Nordseeküste)
Stationen:
- Vogelinsel Runde (fest eingeplant, mind. 7 Tage Aufenthalt)
- Geirangerfjord (optional)
- Dovrefjell Moschusochsentour (optional)
- 3-4 Tage Skagen (DK) und dänisch-deutsche Nordseeküste (Weihen- und Watvögelbeobachtung)
To Do:
- CMT Stuttgart 17.-25.01.2009
- Hütte Runde reservieren
- Fähre reservieren (STENA)
- Einkauf
- NOKs eintauschen
03.12.2008:
Es geht langsam los
Heute nacht habe ich von der Vogelinsel Runde geträumt, von dem tiefblauen Meer und den wilden Wellen, die sich an windigen Tagen an der Felsenküste brechen *weiterträum*
Papageitaucher auf Runde
Obwohl wir bereits Anfang Juli nach Runde kamen, waren die meisten Papageitaucher schon fertig mit Brüten und hielten sich größtenteils nur noch auf dem Meer auf.
Abends, auf Lundeura, drängten sich zwar die Fotografen und Vogelgugger, aber die „Puffins“ ließen sich nur sehr selten blicken. Eine Handvoll von ihnen kehrte zu den Bruthöhlen direkt unter unseren Füßen zurück, und man konnte durchaus den ein oder anderen Schnappschuss machen.
Doch die Hoch-Zeit, wenn die Puffins zu Dutzenden zwischen den Füßen der Besucher herumdackeln, war schon vorbei. Ohnehin brüteten dieses Jahr nur wenige der Tiere – die gleiche Situation wie auch bei den Dreizehenmöwen: es gab zu wenig Nahrung, daher fielen viele Bruten aus.
Süß war es dennoch, die wenigen Vögel zu beobachten, die vom Meer zu den Felsen hochflogen. Die orangenen Füßchen leuchteten wie ein Schlußlicht.
Ein Puffin verkroch sich einen knappen Meter unter unserem Standort in seiner Bruthöhle und gab lustig brummende Laute von sich.
Lohnend ist ein Besuch auf Lundeura also allemal, auch wenn letzten Endes „nur“ die Seeadler und Skuas sich öfter blicken lassen als der eigentliche Star von Runde.
Fast Mitternacht
Die Mitte der Nacht ist der Anfang des Tages.
Demokrit, (460 – 370 v. Chr.)
Frage die Sonne, was sie davon hat, Tag und Nacht um die Erde zu gehen. Und siehe, die geht! Fröhlich wie’n Bräutigam, und von Aufgang bis Niedergang triefen ihre Fußstapfen von Segen.
Matthias Claudius, (1740 – 1815)
Sie ist wieder gefunden.
Was? Die Ewigkeit.
Es ist das Meer verbunden
Mit der Sonne in eins.
Jean-Nicolas Arthur Rimbaud, (1854 – 1891
Sonne niedergetaucht
In das blaue Meer,
ganz von Glut umhaucht
Anmut hat sie sehr.
Friederike Kempner, (1836 – 1904)
Norwegische Fast-Mitternachtssonnen:
1. Foto: Sonnenuntergang auf der Vogelinsel Runde, 23.18 Uhr
2. Foto: Campingplatz nähe Oslo, 21.56 Uhr
3. Foto: Sonnenuntergang auf der Vogelinsel Runde, 23.34 Uhr Alle Fotos sind © Kerstin Eiben.
Route und Highlights Norwegen/Nordsee 2008
Reisedauer: 29.06.-18.07.
Route (wichtigste Stationen):
Wegstationen:
Heidenheim (D) – Frederikshavn (DK) – Oslo (N) – Lillehammer – Otta – Lom – Stryn – Runde – Ålesund – Nordfjord/Maløy/Kannesteinen – Breimsvatnet – Leikanger – Lustrafjord – Nigardsbreen mit Breheimsenteret – Magalaupet Camping bei Oppdal – Vangen (bei Otta) – Oslo
Nordsee-Tour:
Oslo – Frederikshavn (DK) – Skagen – Ribe – Rømø – Niebüll (D) – Übernachtung Kassel – Heidenheim
Verschossene Fotos (Digital-SLR): 2.337
Highlights:
- Die hellen Nächte mit den wundervollen, eeeeeeeeewig langen Sonnenuntergängen
- Jeden Tag Seeadler über unserer Hütte auf dem Campingplatz Runde
- Papageientaucher in 5 m Entfernung
- Eine Runde Schwimmen im Sognefjord. Lufttemperatur ca. 25°, sonnig, Wassertemperatur abhängig von der Entfernung vom Ufer
. Am gleichen Tag zum Gletscher Nigardsbreen gefahren. Diese Kontraste liebe ich an Norwegen - Bootstour um Runde herum. Beeindruckende Schwärme von Dreizehenmöwen und Baßtölpel beobachtet. Wieder Seeadler über uns
- 20km-Gewaltmarsch (7,5 h) über das Dovrefjell zu den Moschusochsen, währenddessen Schneehühner, Steinadler, Goldregenpfeifer (nur akustisch), Rauhfußbussard und wilde Rentiere gesehen; letztere allerdings nur mit viel Fantasie. Moschusochsen waren ein voller Erfolg: eine Herde mit einem Kalb aus wenigen Metern Entfernung beobachtet.
- einige Neuzugänge auf meiner Birding-Liste und in meiner Federsammlung
- Die Tunnel auf der Straße nach Urnes. Nichts für schwache Nerven (also meine). Keine Beleuchtung, keine reflektierenden Straßenmarkierungen, roh aus dem Felsen gehauen, einer war einen knappen Kilometer lang. Fernlicht ohne Wirkung. Schokolade gefuttert und „Dubliners“ auf volle Lautstärke gedreht, um Nerven zu beruhigen. Habe ein Trauma. Will nicht darüber reden.
So schnell vergeht die Zeit
Schon sind die drei Wochen Urlaub rum. So schnell kann’s gehen. Der (Arbeits-)Alltag hat einen bereits wieder.
In den drei Wochen habe ich 2337 Fotos verknipst (gesegnet sei die Speicherkarte; wären das normale Filmrollen, würde die Entwicklung genausoviel kosten wie der komplette Urlaub).
Ein ausführlicher Report folgt noch, mit Bildern
Letztere müssen erstmal entmistet werden. Vieles davon sind Fotos von Vögeln aller Art, von den Papageientauchern auf der Vogelinsel Runde über ebenfalls dort ansässige Seeadler zu den vielen Weihen an der deutsch-dänischen Nordseeküste (wo wir auch noch ein paar Tage verbracht haben).
Ebenso folgt eine komplette Birding-Liste mit vielen Erstsichtungen meinerseits
(u.a. Dunkler Wasserläufer, Grünschenkel, Rohrweihe etc.)








